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Rudolf Steiner - Lachnummer unter den "Wissenschaftlern"

Wir lassen Rudolf Steiner einfach persönlich sprechen, das reicht vollkommen:

(…) Und so kann man sagen: Die Weißen können überallhin, können heute sogar nach Amerika hinüber. Alles dasjenige, was an weißer Bevölkerung in Amerika ist, das ist ja von Europa gekommen. Da kommt also das Weiße hinein in die amerikanischen Gegenden. Aber es geschieht ja etwas mit dem Menschen, wenn er von Europa, wo er dazu natürlich gebildet ist, daß er alles im Innern entwickelt, nach Amerika hinüberkommt. Da ist es so, daß gewissermaßen schon etwas sein Hinterhirn in Anspruch genommen werden muß.

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Ein Plädoyer für die Werte der Aufklärung als Leitkultur

Gastbeitrag von Michael Zabawa.

Spätestens seit der Flüchtlingskrise ist die Idee von einer Leitkultur ein vieldiskutiertes Thema. Üblicherweise wird Leitkultur mit den Wertevorstellungen der hiesigen Gesellschaften gleichgesetzt, in welche Zuwanderer mit Bleibeperspektive zu integrieren seien. Angesichts ihrer vielfältigen kulturellen Hintergründe und der bereits vorhandenen Kultur der Einheimischen erscheint das vordergründig einleuchtend, um kulturelle Differenzen zu überbrücken. Ganz so einfach stellt sich die Sache beim näheren Hinsehen natürlich nicht dar.

Eine Leitkultur darf nicht ausgrenzen

Lässt man die Kritik an der Eignung des Begriffs Leitkultur zur Umschreibung gemeinsam zu teilender Werte beiseite, so ertönt häufig folgender Einwand: Die Leitkultur stelle sich über andere Kulturen und wolle diese von oben herab anleiten, was ausgrenzend und keinesfalls integrierend wirke. Manche, wie die Vertreter einer christlich-abendländischen Leitkultur, scheinen diese Position zu teilen. In der Tat ist dies nicht integrationsförderlich, denn andere Religionen oder außereuropäische ethnische Zugehörigkeiten (wie Kurden, Araber, usw.) werden weder ohne weiteres aufgegeben, was einer Assimilation in die Leitkultur gleichkäme, noch wird eine Bevormundung durch eine andere Kultur, die man allenfalls auf Augenhöhe wähnt, akzeptiert.

Jedoch ist die eigentliche Idee hinter der Leitkultur eine gemeinsame Wertebasis, die auf individueller Ebene beim Citoyen/Citizen, also dem Staatsbürger ansetzt und diesem eine staatsbürgerliche Identität bietet (vgl. Bassam Tibi: Leitkultur als Wertekonsens. Bilanz einer missglückten deutschen Debatte. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Ausgabe 1-2/2001). Von einer hierarchischen Überordnung einer bereits bestehenden Kultur über andere ist keine Rede. Sodann kann sich der/die Einzelne sich seiner Abstammungskultur zugehörig fühlen und zugleich als Teil einer anderen Gemeinschaft begreifen. Was taugt aber als ein solches Bindeglied?

Bevor das geklärt wird, soll noch präzisiert werden, was genau gefordert wird. Erforderlich ist nicht weniger als ein Wertekanon, der zum friedlichen Miteinander anstiftet und den Gemeinsinn unter Staatsbürgern fördert. Aber auch nicht mehr. Weltanschauliche Dinge, die leicht in unerbittlich vertretene Dogmen umschlagen und mehr spalten als versöhnen, müssen außen vor bleiben. Sonst wäre man wieder bei der kulturellen Überordnung. Selbst dann ist eine Abwehrhaltung bei den zu überzeugenden Zuwanderern nicht ausgeschlossen, denn jedes Werben für Werte kann als ein unfreundlicher Missionierungsversuch missverstanden werden. Der Tonfall sollte daher nach Möglichkeiten unaufdringlich sein.

Werte der Aufklärung bieten die Lösung

Diesen Forderungen werden die Werte der Aufklärung gerecht. Wie keine andere Denkrichtung will die Aufklärung durch bloße Anleitung zur Vernunft, Demokratie, Diskurs und Achtung von Anderen (durch Toleranz, Gleichbehandlung und Solidarität) niemandem eine Weltsicht aufzwingen, sondern ganz im Gegenteil vor dem Hereinfallen auf Dogmen bewahren. Stellvertretend dafür steht Immanuel Kants Leitspruch der Aufklärung: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Zugleich zielen diese Werte unzweifelhaft auf ein friedliches Zusammenleben in geordneten Bahnen. Sodann bleibt Raum für aufgeklärte Religiosität, Atheismus oder auch politischen Pluralismus auf dem Boden der Demokratie.

Absolute Verbindlichkeit liest man hier nicht heraus. Dennoch ist ein zum Gedanken der Leitkultur passender Geltungsanspruch gegeben, der eben durch individuelle Anleitung und Überzeugung mehr Erfolg verspricht als gruppenbezogene Bevormundung. Im selbstverleugnenden Relativismus schweben die Werte der Aufklärung also auch nicht. Natürlich bürgt das nicht für die beste Lösung der Integrationsaufgabe, aber Vieles spricht für diesen unideologischen Mittelweg. Aus diesen Überlegungen heraus entstand übrigens die Idee für die folgende Petition: Werte der Aufklärung als europäische Leitkultur.

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Jan Hus: Ein Justizmord mit Folgen

STEISSLINGEN. (hpd) Am 6. Juli 1415, heute vor 600 Jahren, ist der böhmische Theologe Jan Hus bei lebendigem Leib auf dem Scheiterhaufen des Konzils von Konstanz verbrannt worden.

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Zitat der Woche

"Ich bin weder schwul noch Kardinal. Doch fällt es mir ungleich leichter, Schwule und Lesben zu lieben als Kardinäle."
Horst Herrmann, auf hpd.

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Religionsgemeinschaften sind nicht geeignet, Kindergärten zu betreiben.

[...]
Wir hatten uns naiverweise vorgestellt, dass im Kindergarten Werte wie Nächstenliebe, Respekt und Menschlichkeit vorgelebt würden. So ist es leider nicht.
Vor zwei Jahren kam unser Sohn, damals vier Jahre alt, nach Hause und es entstand folgender Dialog:

Unser Sohn: "Gell, Findus (unsere Katze) darf man nicht ans Kreuz nageln."
Wir erschrocken: "Nein!"
Unser Sohn: "Nur Jesus?"
Wir etwas überfordert: "Hm."
Unser Sohn sehr kompetent und die Situation rettend: "Gell, solche Geschichten darf man sich nicht ausdenken… nur schöne."
Wir erleichtert: "Ja!"
[...]

Worin liegt die "religiöse Indoktrination"? Meines Erachtens ist der Kern, dass eine an sich schreckliche Geschichte (Kreuzigung) zu einer verwerflichen Aufforderung (bedingungslose Unterordnung - denn nur wer den Mist glaubt, kommt in den Himmel) benutzt wird. An dieses Gesamtbild gewöhnen sich die Opfer dann und verinnerlichen es so, dass sie am Ende eine "frohe Botschaft" zu erkennen wähnen, die darin aber nicht liegt. Das Kind war in diesem Fall in der Lage, das Perfide zu durchschauen - "solche Geschichten darf man sich nicht ausdenken" (wie wunderschön und wie wahr!).

Man darf für es hoffen, dass ihm diese Fähigkeit erhalten und die Gewöhnung ausbleibt.

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Kampf der Ideen

Mit Luftschlägen, Drohnen oder Bodentruppen allein lässt sich der Islamismus nicht besiegen.
Wie im Kalten Krieg müssen wir ihm eine alternative Vision entgegenstellen.

Die niederländisch-somalische Intellektuelle Ayaan Hirsi Ali schreibt in der WELT:

"Jahrelang haben wir für Kriege gegen 'Terror' und 'Extremismus' Billionen ausgegeben. Diese wären weitaus besser investiert worden, um muslimische Dissidenten zu schützen und ihnen die Plattformen und Ressourcen zu bieten, um dem gewaltigen Netzwerk der islamischen Zentren, Koranschulen und Moscheen, den Hauptverantwortlichen für die Ausbreitung der gefährlichsten Formen des Islamismus, etwas entgegenzusetzen."
[...]
"Im Kalten Krieg feierte der Westen Dissidenten wie Alexander Solschenizyn, Andrej Sacharow und Vaclav Havel für ihren Mut, dem Sowjetsystem von innen her die Stirn zu bieten. Heute stellen viele Dissidenten – ehemalige Muslime und Reformer – den Islam infrage, werden aber im Westen entweder ignoriert oder als "nicht repräsentativ" abgetan – ein schwerer Fehler. Reformer wie Tawfik Hamid, Irshad Manji, Asra Nomani, Maajid Nawaz, Zuhdi Jasser, Bassam Tibi, Saleem Ahmed, Yunis Qandil, Hamed Abdel-Samad, Seyran Ates, Necla Kelek und viele andere brauchen Unterstützung und Schutz. Sie sollten so bekannt sein wie einst Solschenizyn, Sacharow und Havel in den 1980er-Jahren – und auch so wie Locke und Voltaire in einer Zeit, in welcher der Westen selbst Freidenker brauchte."

Weiterlesen in der WELT

Bericht: Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters in Templin

Baden-Württemberg: Religiöse Werbung im öffentlichen Dienst

Der Gideonbund erhielt die Erlaubnis, bei der Polizeidirektion Friedrichshafen Bibeln zu verteilen.

Artikel der Wochenzeitung Kontext: http://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/205/bibelfreie-zone-2772...
Artikel im Südkurier: http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshaf...
Petition beim Landtag BaWü: http://blogger.riehle-dennis.de/petition-an-den-landtag-von-baden-wuertt...

Bitte unterstützt die Petition!

Petition 56759: Streichung des Blasphemie-Paragraphen (ja, so was gibt es immer noch...)

Besonderer Teil des Strafgesetzbuches - Streichung des § 166 Strafgesetzbuch (Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen) vom 08.01.2015

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Strafvorschrift über Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsvereinigungen ersatzlos gestrichen wird.

Begründung
Nach § 166 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. In der Praxis hat dieser Paragraph zu einer völligen Verkehrung des Täter-Opfer-Verhältnisses geführt, in deren Folge namhafte Künstler wie Kurt Tucholsky oder George Grosz gemaßregelt wurden. Dabei wurde der öffentliche Friede niemals durch kritische Kunst bedroht, sondern durch religiöse oder politische Fanatiker, die nicht in der Lage waren, die künstlerische Infragestellung ihrer Weltanschauung rational zu verarbeiten.

Während aufgeklärte Gläubige keine Probleme mit satirischer Kunst haben und somit einen besonderen Glaubensschutz gar nicht benötigen, berufen sich religiöse Fundamentalisten seit Jahrzehnten immer wieder auf § 166 StGB, um die Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit einzuschränken. Die hier zum Vorschein kommende Kritikunfähigkeit sollte vom Gesetzgeber nicht zusätzlich befördert werden. Borniertheit, Intoleranz und Humorlosigkeit sind keine Rechtsgüter, die unter Schutz gestellt werden sollten. Vielmehr sollte der Staat den Freiraum für kritische und vor allem satirische Kunst erweitern und Künstlerinnen und Künstler in ihrer wichtigen kulturellen Aufgabe bestärken, althergebrachte Sichtweisen gegen den Strich zu bürsten.

Mit der Streichung von § 166 StGB käme der deutsche Staat auch einer wichtigen Forderung des UN-Menschenrechtskomitees nach. Dieses erklärte nämlich 2011, dass „Verbote von Darstellungen mangelnden Respekts vor einer Religion oder anderen Glaubenssystemen, einschließlich Blasphemiegesetzen, mit dem Vertrag [gemeint ist der „Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte“, ICCPR] inkompatibel“ seien [Human Rights Committee: General comment No. 34, CCPR/C/GC/34, §48].

Nicht zuletzt wäre die überfällige Abschaffung des „mittelalterlichen Diktaturparagraphen“ (Kurt Tucholsky) auch eine angemessene rechtsstaatliche Reaktion auf die Einschüchterungsversuche militanter Islamisten („Karikaturenstreit“ von 2006, Attentat auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ vom Januar 2015). Denn mit einer ersatzlosen Streichung von § 166 StGB würde der Gesetzgeber unmissverständlich klarstellen, dass der Freiheit der Kunst in einer modernen offenen Gesellschaft höheres Gewicht beizumessen ist als den „verletzten Gefühlen“ religiöser Fundamentalisten.

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_01/_08/Petiti...

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